Rotwild im Gehege

Rotwild

Name:

Hirsch (männl.), Tier (weibl.), Kalb (Junges)

Gewicht:

bis zu 300 kg

Lebensraum:

große Wälder mit Lichtungen, Gebirgswälder, Heide- und Moorgebiete

Verbreitung:

große Teile Europas und Asiens, eingeführt in Südamerika und Neuseeland

Den Namen hat das Rotwild seinem Fell zu verdanken, das im Sommer kräftig rotbraun und im Winter graubraun gefärbt ist. Das majestätische Geweih der Hirsche nimmt bis zum zwölften Lebensjahr an Stärke und Endenzahl zu; danach wird es zurückgesetzt, d.h. die Anzahl der Enden nimmt wieder ab. Während der Brunft werden u.U. damit heftige Kämpfe auf dem sogenannten Brunftplatz ausgetragen. Denn die älteren Hirsche geben zu dieser Zeit ihr Einzelgänger Dasein auf und gesellen sich zum weiblichen Wild (Kahlwild). Durch lautes Röhren erheben sie Anspruch auf ihr Rudel.

Nach der Paarungszeit (September bis Oktober) werfen die Hirsche das alte Geweih ab und das neue wächst bis Ende August wieder nach. In dieser Wachstumsphase werden sie auch Kolbenhirsche genannt (siehe Bild). Etwa acht Monate nach der Paarung kommen die Jungen (Kälber) auf die Welt. Sie werden in den ersten Wochen gesäugt und bleiben bis zur Geburt des nächsten Kalbes bei der Mutter. In den ersten Lebensmonaten weist das Fell der Kälber eine auffällige und lebhafte Fleckung (Kälberflecken) auf.

Beobachten lassen sich die Hirsche mit ihren Rudeln am besten in der Dämmerung, wenn sie auf Nahrungssuche sind. Denn dabei bewegen sie sich immer auf gleichen Pfaden, die in der Jägersprache Wechsel genannt werden. Ausgewachsene Tiere brauchen 10 bis 12 kg Grünäsung pro Tag: Blätter, Kräuter, Triebe von Nadelbäumen sowie Beeren, Früchte und Baumrinden.

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